Schimmelpilz - Fug und Bautenschutz

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Schimmelpilz

Energiesparen
Entstehung von Schimmel im Haus, Wohnung, Keller, Bad

Schimmel in Haus, Wohnung, Bad, Keller, Schlafzimmer Schimmelpilze entstehen im Haus, in der Wohnung oder im Keller zwischen 0°C bis ca. 50°C und bei einer Luftfeuchte von 65% bis 100% (100% Luftfeuchte = Taupunkt). In der Regel reichen 3-4 Tage Kondenswasseranfall an den Wänden zur Auskeimung und Bildung von Schimmelpilzen unter optimalen Umgebungsbedingungen aus. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen Feuchtigkeit.


Schimmel entfernen, beseitigen, bekämpfen

Schimmel entfernen, beseitigen, bekämpfen, vermeiden, vorbeugen Folgende wichtige Hinweise sollten Sie beachten, wenn Sie kleinere Stellen mit Schimmel entfernen, beseitigen oder bekämpfen wollen.
Zunächst einmal sind alle Mängel am Bauwerk zu beseitigen.
Alle schadhaften Stellen (z.b. Schimmel an Wänden, Tapeten und Fliesen) müssen ausgetrocknet werden.
Stark mit Schimmel befallene Materialien (meist Tapete der Wand) vorsichtig entfernen.
Behandlung schadhafter Stellen können mit einem mit 70 %-igem Ethylalkohol (Ethanol) bei trockenen Flächen und 80 %-igem Ethylalkohol bei feuchten Flächen behandelt werden (!!!keinen Essig verwenden!!!).
Nach Abschluss der Arbeiten sollten die Schimmelpilzsporen noch einmal überprüft werden.

Vorbeugung gegen die Entstehung von Schimmel


Die wichtigste Voraussetzung für Schimmelpilzwachstum und die Entstehung von Schimmel in Häusern und Wohnungen ist das Vorhandensein von Feuchtigkeit.
Pro Person in einem Haushalt können zwischen 30g und 100g je Stunde an Wasserdampf durch Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Kochen sowie durch Pflanzen, Aquarien und andere Feuchtequellen entstehen.

Dieses bedeutet, dass der Luftinhalt der Innenräume im Schnitt etwa 7 mal täglich ausgetauscht werden muss, um die unerwünschte Feuchtigkeit abzutransportieren.

Zur Verringerung der Feuchte in Räumen sollte mehrmals täglich eine kurze Lüftung (ca. 5 Minuten bei weit geöffnetem Fenster) erfolgen.

Durch Lüften gelangt kalte Außenluft in die Innenräume. Diese nimmt beim Erwärmen Feuchtigkeit auf, die mit der erwärmten Luft wieder nach außen abgeführt wird. Bei sehr kalter Außenluft kann im Innenraum - selbst bei Regenwetter - durch Lüftung eine Austrocknung erzielt werden.

Kann die Feuchtigkeit der Luft nicht durch Lüften oder nicht ausschließlich dadurch nach außen geführt werden, helfen sog. Luftentfeuchter.

Wenn Sie Ihre Miete wegen Schimmel in der Wohnung mindern wollen, sollten Sie einige Dinge beachten.
Setzen Sie den Vermieter schriftlich vom Mangel in Kenntnis. Räumen Sie dem Vermieter gleichzeitig eine angemessene Frist (mind. 2 Wochen) zur Beseitigung des Schimmels in Ihrer Wohnung ein.
In diesem Schreiben können Sie auch gleich die Mietminderung ankündigen, falls nach Ablauf der Frist keine Beseitigung des Schimmels vorgenommen wurde. 
Eine Mietminderung ist nur dann zulässig, wenn die Ursache des Schimmels in Ihrer Wohnung nicht durch Ihr Verhalten verschuldet ist. 

Schimmel durch zu nah an der Wand aufgestellte Möbel

In einem Urteil des Amtsgerichtes Osnanbrück (AG Osnabrück, Az: 14 C 385/04) wurde festgestellt, dass den Mieter keine Schuld trifft, wenn sich Schimmel an der Wand bildet, weil die Möbel dicht an der Wand stehen.

Demnach kann der Mieter seine Möbel aufstellen, wie es ihm gefällt. Bildet sich Schimmel an Wänden hinter Möbelstücken, so ist dies ein Mangel an der Mietwohnung. Dieser Mangel berechtigt wiederum zur Mietminderung. 

Das Amtsgericht Köln hat die Höhe der Mietminderung in einem Fall auf 20% angesetzt. Wie hoch die Mietminderung in Ihrem Fall sein kann, hängt u.a. auch davon ab:
Wie viele Räume sind mit Schimmel belastet?
Wie stark ist die Schimmelbelastung in einzelnen Räumen?
Die Mietminderung durch Schimmel wurde durch verschiedene Gerichtsentscheide zwischen 10% und bis zu 90% festgesetzt.

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